Über uns

Der Onlineshop VELi-Handpuppen.com präsentiert die Spielsachen, die in den Ateliers von Vreni und Ernst Liebich entstehen.

Vreni Liebich

Ich war während etlicher Jahre als Primarlehrerin auf der Unterstufe tätig.

Schon damals faszinierte mich das Figurenspiel. Gemeinsam mit meinen Schülern erfanden wir Geschichten, bastelten Gesichter und Kleider für die Figuren, kreierten Musik, passende Lieder, Requisiten und Hintergrundbilder. Wir hatten kein fixes Kasperlitheater zur Verfügung, sondern behalfen uns mit alten, mit Tüchern überdeckten Parawangs, die wir über die ganze Breite des Schulzimmers aufstellten.

Damals machte ich wichtige Erfahrungen:

1. Wie wertvoll das Handwerkliche als Ausgleich im normalen Schulalltag ist.

2. Wie stille Schüler als Puppenfigur aus sich herauskommen und die Scheu verlieren können und wie das Sprechen oder Singen plötzlich funktioniert.

3. Wie überaktive Kinder einen sinnvollen Platz finden können.

 

Als ich später meinen Job aufgab und die Mutterrolle für meine 2 Kinder übernahm – was damals üblich war - wurde mir schnell klar, dass in meinem Leben neben dem Alltäglichen auch das Kreative einen Platz finden musste. So entstanden die ersten Tütenkasper, die ich einmal pro Monat auf dem Rosenhofmarkt anbot. Sie sind heute noch in meinem Angebot und erfreuen sich wie eh und je grosser Beliebtheit.

 

1980 bekam ich die Möglichkeit, am stimmungsvollen Kiwanis Weihnachtsmarkt auf dem Bürkliplatz teilzunehmen. Er dauerte drei Tage und erforderte von mir grossen Einsatz während des Jahres. So entwickelte ich eine Technik, zu arbeiten, ohne meine Kinder zu vernachlässigen, d.h. wenn ich einfach da sein musste, wie das ja bei kleinen Kindern so oft der Fall war, machte ich problemlose Arbeiten, bei denen sie eifrig mitmachten und handwerkliche Erfahrungen sammeln konnten. Die anspruchsvolleren wie Gesichter formen, Malen führte ich in den seltenen stillen Zeiten durch. So entstanden meine ersten normalgrossen Handpuppen.

Noch heute kommt es auf Märkten vor, dass mich Kundinnen auf die damalige Kiwaniszeit ansprechen, da sie die Figuren wiedererkennen.

Immer wieder zeigt sich, dass Menschen von meinen Figuren berührt sind, dass Verbindung entsteht. Einige stellen eine Figur an einem Ort in der Wohnung auf, an dem sie oft vorbeikommen. Sie fühlen sich durch die Präsenz gestärkt. Sind es die Augen, die die Verbindung herstellen?

Leider löste sich dieser wunderschöne Weihnachtsmarkt 1999/2000 auf, da einerseits die ältere Kiwanis Generation die Verantwortung an die Jüngere weitergab und sich somit das Konzept total änderte, andererseits die kommerziellen Weihnachtsmärkte im Hauptbahnhof und in der Innenstadt entstanden. Ich sah mich in der Folge nach kleineren Handwerkermärkten um.

 

Durch das Älterwerden meiner Kinder entstand immer mehr Raum in meinem Leben. Ich entdeckte das interessante Gebiet der Psychosynthese, machte Selbsterfahrungsseminare bei David Bach und anschliessend im Psychosynthesehaus in Süddeutschland die Ausbildung zur Psychosynthesetherapeutin.

Ich begann, mit Menschen einzeln oder in Gruppen an ihren Lebensthemen zu arbeiten. Dabei befassten wir uns häufig mit unseren Teilpersönlichkeiten. Es ergab sich, dass ich begann, meine Figuren oder Fotos derselben einzusetzen. Und siehe da: Menschen fanden leichter Zugang zu ihren Teilen, die Figuren lösten Verbindung zu auch verdeckten Teilen aus, sie konnten diese Teile bewusster wahrnehmen und sich berühren lassen.

Ich entdeckte dadurch die grosse Bedeutung meiner Figuren in Therapien.

 

Mit der Zeit entstand ein grosses Sortiment an Figuren. Nach wie vor interessierte mich das Formen jedes einzelnen Gesichtes. Je nachdem, welche Augenfarbe, welche Haare, welches Kleid ich dann wählte, entstand eine total andere Figur. In dieser Gestaltungsphase ging es vor allem darum, das Einmalige an dieser werdenden Figur zu erkennen und zu unterstützen.

 

Es ist eine Eigenart von mir, im Alltag, wo immer ich bin, einfach präsent zu sein, das Gegenüber wahrzunehmen, sein Gesicht, die Augen, den Ausdruck, die Haltung, das Ganze – seine Einzigartigkeit.

 

Dieses Einzigartige kommt auch in meinen Figuren zum Ausdruck.

 

Mit der Zeit versuchte ich, immer kleinere Gesichter zu formen. So entstanden die kleinen Fingerchäspi, auch hier jede Figur einmalig, ein grosses Sortiment ist vorhanden.

Da viele Familien zu meinen Kunden zählen, erachtete ich es als sinnvoll, auch kleinere Figuren für Kinderhände zu kreieren, die dann leicht mit den grösseren kombiniert werden können. So ist es möglich, auch kleinere Geschwister ins Spiel einzubeziehen.

 

 

Ernst Liebich

Zu meinem grossen Glück unterstützte mein Mann während seiner langjährigen Zeit als Primarlehrer alle meine Initiativen, Märkte und Ausstellungen mit Ideen und Manneskraft. Auch er gab dem Puppenspiel in seiner Schule Raum, das verband uns sehr. Daneben sind Arbeiten mit Holz seine Leidenschaft. Manch ein Tisch und verschiedene Stühle entstanden in seiner Werkstatt.

Die Pensionierung 2005 schaffte ihm endlich auch den Freiraum, seine handwerklichen Ideen umzusetzen.

Holz verbunden mit Klang und Bewegung faszinieren ihn.

So entstanden mit der Zeit einfache, schön gefertigte Spielsachen, die sich wunderbar in mein Figurensortiment einfügen.

Einige Spielsachen entstehen in Zusammenarbeit. So schnitzt Ernst die Zähne der Drachen, während ich den Kopf gestalte. Ebenso ist Ernst für Messer und Pistole des Räubers Hotzenplotz zuständig.

Holzkugeln drechseln ist seine Passion. Die verschiedenen Strukturen und Farben der Hölzer begeistern ihn immer von Neuem.

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